SCHOOL Infothek
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Kernzeitbetreuung
Immer mehr Schulen gehen dazu über, den Schülerinnen und Schülern
eine Betreuung innerhalb eines gewissen Zeitraums, z.B. eines Vormittags
von 8 bis 13 Uhr, zu gewähren. Das heißt, vor und nach dem
Unterrichtsbeginn können sich die Schüler betreut in bestimmten
Räumen der Schule aufhalten, bereits die Hausaufgaben machen oder
angebotene Aktivitäten wahrnehmen. Diese Betreuung hat in jedem
Bundesland eine andere Bezeichnung, z.B. verlässliche Halbtagsgrundschule,
Schule von acht bis eins, Kernzeitbetreuung. Das Angebot soll vor allem
berufstätige und alleinerziehende Eltern unterstützen, indem
es sicherstellt, dass die Kinder vor und nach der Schule nicht unbetreut
sind.
Klassenarbeit
Klassenarbeiten (in Bayern heißen sie Schulaufgaben) sind schriftliche
Tests, die in der Schule, üblicherweise nach Vorankündigung,
durchgeführt werden. Die Aufgaben beziehen sich auf den Stoff,
der in den letzten Wochen vor der Arbeit vermittelt wurde. In den ersten
beiden Jahrgängen werden diese Arbeiten meist noch nicht benotet,
sondern lediglich korrigiert. Später werden die Arbeiten dann korrigiert
und benotet. Die Noten der Klassenarbeiten sind eine der wichtigsten
Grundlagen für die Gesamtzensur im Halbjahres- oder Jahresabschlusszeugnis.
Klassenbuch
Für jede Klasse wird ein Klassenbuch (auch: Klassentagebuch) geführt,
in dem die Namen der Schülerinnen und Schüler stehen, ihre
Noten in den jeweiligen Fächern und in denen eingetragen wird,
ob und wann welcher Unterricht stattgefunden hat und welche Schüler
gefehlt haben.
Klassenfahrt
Die Klassenfahrt ist eine gemeinsame Reise aller Schülerinnen und
Schüler einer Klasse mit dem Lehrer. Oft werden Zielorte ausgewählt,
in denen es für die Altersgruppe interessante Dinge zu besichtigen
gibt, immer häufiger finden aber auch Sportklassenfahrten statt,
z.B. in ein Skigebiet. Die Kosten für die Klassenfahrt müssen
die Eltern übernehmen, daher werden sie auch vor Beginn der Planung
im Rahmen eines Elternabends über die vorgesehene Aktion informiert.
Eltern, die finanziell nicht in der Lage sind, die Kosten für die
Klassenfahrt zu bezahlen, können bei der Schule eine Kostenübernahme
oder einen Zuschuss beantragen.
Klassenfest
Um die Gemeinschaft innerhalb der Klasse zu stärken, finden gelegentlich
Klassenfeste statt, die in der Regel von den Schülerinnen und Schülern
organisiert werden.
Klassenkasse
Da Lehrerinnen und Lehrer für den Unterricht häufig zusätzliche
Materialien benötigen, z.B. um Lernspiele zu basteln, oder Kopien
von Arbeitsblättern machen müssen, gibt es in den meisten
Klassen eine Klassenkasse, die vom Klassenlehrer verwaltet wird. Eltern
entrichten in diese Kasse zu Beginn und gegebenenfalls auch während
des Schuljahres einen gemeinsam festgelegten Beitrag.
Klassenkonferenz
In der Klassenkonferenz sitzen alle Lehrer, die in einer Klasse unterrichten,
zusammen, um über Noten oder Aktivitäten in der Klasse zu
beraten. In der Klassenkonferenz sind in der Regel auch die jeweiligen
Elternvertreter anwesend. Erfolgt der Unterricht in Kursen, gibt es
eine Jahrgangskonferenz, der alle Lehrerinnen und Lehrer angehören,
die in der Jahrgangsstufe unterrichten.
Klassenlehrer
Vom ersten Schuljahr an haben die Schülerinnen und Schüler
einen Klassenlehrer, der nicht nur unterrichtet, sondern die Klasse
auch betreut, Ansprechpartner für Eltern und Schüler ist und
Klassenaktivitäten vorbereitet. Wie lange eine Klasse den gleichen
Klassenlehrer behält, richtet sich zum einen nach der personellen
Lage, schließlich kann ja auch ein Lehrer umziehen oder krank
werden, und zum anderen nach der Schulorganisation im jeweiligen Bundesland.
In der Regel betreut ein Klassenlehrer jedoch mindestens zwei Jahre
eine Klasse.
Klassenraum
In den Jahrgängen, in denen die Schülerinnen und Schüler
im > Klassenverband unterrichtet werden, haben sie ein festes Klassenzimmer,
in dem der meiste Unterricht erfolgt. Die Lehrerinnen und Lehrer suchen
für ihren Fachunterricht den Klassenraum auf, Ausnahmen sind Fächer,
in denen eine besondere Umgebung, z.B. Sporthalle, oder spezielle Materialien,
z.B. Chemikalien, erforderlich sind. In der Regel dürfen die Schülerinnen
und Schüler ihren Klassenraum in Absprache mit dem Klassenlehrer
so gestalten, dass sie sich dort wohl fühlen. Daher sind die Klassenräume
häufig mit Postern und Pflanzen geschmückt, es gibt z.T. eine
Leseecke, ein Bücherregal, einen Computer und andere Dinge, die
Klassenlehrer und Klasse für notwendig halten, damit der Klassenraum
eine erfolgversprechende Lernatmosphäre ausstrahlt.
Klassensprecher > Schülervertretung
Klassentagebuch > Klassenbuch
Klassenverband
Klassenverband (auch: Klasse) ist die Bezeichnung für die Schülerinnen
und Schüler innerhalb eines Jahrgangs, die die meiste Zeit zusammen
innerhalb eines Raums unterrichtet werden.
Klassenwiederholung
Die Voraussetzungen für eine Klassenwiederholung sind je nach Bundesland
unterschiedlich, z.T. muss die Klasse wiederholt werden, wenn zwei Fächer
mit 5 oder 6 benotet wurden, z.T. kommt ein Schüler mit diesen
Noten noch ins nächste Schuljahr. Auch die Möglichkeiten,
eine Klassenwiederholung zu verhindern, sind unterschiedlich. In manchen
Ländern ist dies nur durch Notenausgleich möglich, in anderen
kann sich das Kind durch eine bestandene > Nachprüfung in die
nächste Klassenstufe retten. Wie auch immer die Wiederholung zustande
kam, wichtig ist, dass Eltern nicht mit Strafen oder Zurücksetzung
reagieren. Eine Klassenwiederholung ist nämlich weder Schande noch
sicheres Zeichen dafür, dass die Berufschancen des Kindes verspielt
sind. Einstein z.B. musste auch eine Klasse wiederholen. Die Wiederholung
sollte vielmehr als Chance gesehen werden, mit einem Vorsprung in die
nächsten Schuljahre zu starten. Denn Klassenwiederholung heißt
ja auch, dass ein Teil des Stoffes schon bekannt ist, er also im Wiederholungsjahr
leichter aufgenommen werden kann.
Klausuren
Bezeichnung von schriftlichen Prüfungen vorwiegend in den höheren
Schulstufen, im Abitur und in den Hochschulen.
Koedukation
Koedukation wird in der Pädagogik die gemeinsame Erziehung von
Jungen und Mädchen genannt, die in fast allen Schulen üblich
ist. In den letzten Jahren wird verstärkt darüber diskutiert,
ob Mädchen, die mit Jungen gemeinsam lernen, möglicherweise
benachteiligt werden. Untersuchungen haben gezeigt, dass Jungen sich
durch ihr Verhalten häufig in den Vordergrund drängen und
somit mehr Aufmerksamkeit des Lehrers beanspruchen als Mädchen.
Deren Schulleistungen haben nach Auffassung von Bildungsforschern besonders
in den naturwissenschaftlichen Fächern darunter zu leiden. Deshalb
wird in den Ministerien darüber nachgedacht, Mädchen und Jungen
in solchen Fächern, z.B. Physik, getrennt zu unterrichten.
Kolleg
In einem Kolleg, das es in manchen Bundesländern gibt, können
Schülerinnen und Schüler mit einer bestimmten Vorbildung (z.B.
mittlere Reife + Berufsausbildung) die > allgemeine Hochschulreife
erwerben.
Konfessionelle Schulen
Auch wenn die Mitgliederzahl der Kirchen sinkt, die Zahl der Interessenten
an einem Platz in einer konfessionellen Schule steigt. Eltern versprechen
sich häufig einen größeren Schonraum für ihr Kind
in einem Umfeld, in dem christliche Werte im Vordergrund stehen. In
Stoff und Methode unterscheiden sich konfessionelle Schulen nicht von
staatlichen Schulen, allerdings nimmt die Vermittlung christlicher Werte
und Prinzipien einen größeren Raum ein als in anderen Schulen,
so ist z.B. der Religionsunterricht Pflicht.
Kontaktadressen:
Evangelische Schulen:
EKD-Schulstiftung
Gleißbühlstr. 7
90402 Nürnberg
Tel. 09 11/2 44 11 15
Katholische Schulen:
Arbeitskreis katholischer Schulen in freier Trägerschaft
Kaiserstr. 163
53113 Bonn
Tel. 02 28/10 32 48
Kooperative Gesamtschule > Gesamtschule
Krankheit > Entschuldigung
Kreiselternrat > Elternvertretung
Kreisschülerrat > Schülervertretung
Kultusministerium
Dieses Ministerium, das es nur auf Landesebene gibt und das in jedem
Bundesland eine andere offizielle Bezeichnung hat, ist für die
Umsetzung der Bildungspolitik zuständig, die von der jeweiligen
Landesregierung beschlossen wird. Gleichzeitig ist es die oberste Schulverwaltungsbehörde
eines Landes.
Baden-Württemberg
Ministerium für Kultus, Jugend und Sport
Postfach 10 34 42
70029 Stuttgart
Tel. 07 11/2 79-0
Bayern
Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultur
Salvatorplatz 2
80333 München
Tel. 0 89/23 06-0
Berlin
Senatsverwaltung für Schule, Jugend und Sport
Beuthstraße 6-8
10117 Berlin
Tel. 0 30/90 26-0
Brandenburg
Ministerium für Bildung, Jugend und Sport
Postfach 90 01 61
14437 Potsdam
Tel. 03 31/866-0
Bremen
Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft, Kunst und Sport
Rembertiring 8-12
28195 Bremen
Tel. 04 21/3 61-0
Hamburg
Behörde für Schule, Jugend und Berufsbildung
Postfach 76 10 48
22060 Hamburg
Tel. 0 40/4 28 63-0
Hessen
Hessisches Kultusministerium
Postfach 31 60
65021 Wiesbaden
Tel. 06 11/3 68-0
Mecklenburg-Vorpommern
Kultusministerium
Werderstraße 124
19055 Schwerin
Tel. 03 85/5 88-0
Niedersachsen
Niedersächsisches Kultusministerium
Postfach 161
30001 Hannover
Tel. 05 11-1 20-0
Nordrhein-Westfalen
Ministerium für Schule und Weiterbildung, Wissenschaft und Forschung
Völklinger Straße 49
40221 Düsseldorf
Tel. 02 11/8 96-03
Rheinland-Pfalz
Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Weiterbildung
Postfach 32 20
55022 Mainz
Tel. 0 61 31/16-0
Saarland
Ministerium für Bildung, Kultur und Wissenschaft
Postfach 10 24 52
66024 Saarbrücken
Tel. 06 81/5 03-0
Sachsen
Sächsisches Staatsministerium für Kultus
Postfach 10 09 10
01076 Dresden
Tel. 03 51/5 64-0
Sachsen-Anhalt
Kultusministerium
Postfach 37 60
39012 Magdeburg
Tel. 03 91/5 67-01
Schleswig-Holstein
Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur
Postfach 14 67
24013 Kiel
Tel. 04 31/9 88-0
Thüringen
Thüringer Kultusministerium
Postfach 1 90
99004 Erfurt
Tel. 03 61/3 79-00
Österreich
Schulservice des Bundesministeriums für Kultus und Unterricht
Minoritenplatz 5
1014 Wien
Kunsthochschule
Neben den Universitäten und Fachhochschulen gibt es im künstlerischen
Bereich besondere Hochschulen. Um dort zu studieren, ist das Abitur
alleine nicht ausreichend. Es erfolgt eine zusätzliche Überprüfung
durch Vorlage eigener Arbeiten, ein Vorspielen und/oder eine Eingangsprüfung.
Neben der Kunsthochschule gibt es die Musik- und Filmhochschule. Absolventen
dieser Hochschulen schließen ihr Studium in der Regel mit einem
Diplom ab. In manchen Bundesländern erfolgt auch die Ausbildung
von Musik- oder Kunsterziehern an diesen Hochschulen, sie beenden das
Studium mit dem Ersten > Staatsexamen.
Kurssystem
In der > gymnasialen Oberstufe gibt es keinen > Klassenverband
mehr, sondern ein Kurssystem, das aus Grund- und Leistungskursen besteht.
In den Grundkursen (GK), die mit zwei oder drei Wochenstunden unterrichtet
werden, vermitteln die Lehrerinnen und Lehrer Basiswissen und grundlegende
Sachverhalte eines Faches. Die Leistungskurse (LK) stellen höhere
Anforderungen an das selbstständige Arbeiten, da sie auf das Hochschulstudium
vorbereiten sollen. Sie werden mit einer höheren Wochenstundenzahl,
meistens fünf oder sechs Stunden, unterrichtet. Bei der > Punktbewertung
und der Abiturprüfung werden die Grund- und Leistungskurse in unterschiedlichem
Maße berücksichtigt.
